Kohlenhydrate und der Gewichtheber

Kohlenhydrate haben die wesentliche Aufgabe, den Körper mit Energie zu versorgen. Glucose stellt die wichtigste Zuckerwährung des Organismus und vor allem für die Muskeln dar, weil diese Energiequelle von allen Zellen genutzt werden kann. Die Kohlenhydratverbrennung ist mit und ohne Anwesenheit von Sauerstoff möglich. Im Vergleich zu anderen Nährstoffen wie Eiweiß oder Fett liefern Kohlenhydrate deutlich schneller Sotffwechselenergie in Form von ATP.

Kohlenhydrate Gewichtheber

Betreibt man während einer Low Carb Diät Gewichtheben, so ist die schnelle Energiebereitstellung aus dem üblicherweise reichlich vorhandenen Traubenzucker eingeschränkt eingeschränkt und damit erklärt sich, warum die Kraft mancher Gewichtheber dann außergewöhnlich schnell abnimmt.

Der Blutzuckerspiegel ist für das Überleben des Menschen ganz entscheidend. Er wird beim Gesunden in engen Grenzen stabil gehalten und darf nicht zu weit absinken. Unser Gehirn bzw. das Nervensystem, die roten Blutkörperchen und mehrere andere Zellverbände sind auf den Blutzucker dringend angewiesen, da sie nie gelernt haben, andere Nährstoffe als Energiequelle zu nutzen.
Oftmals macht sich ein niedriger Blutzuckerspiegel während des Trainings durch Unwohlsein und eine verminderte Kraft bemerkbar. Häufig bekommt man auch Lust auf Süßes. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte man zu Essen greifen.

 

Kommt es im Stoffwechsel zu einem Kohlenhydratüberschuss, wie z.B. nach einem üppigen Nudelgericht, wird der nicht unmittelbar benötigte Zuckeranteil in Form von Glykogen in den Muskeln und in der Leber eingelagert. Ein voller Glykogenspeicher ermöglicht es dir, während des Trainings deine volle Kraft auszunutzen und maximale Gewichte bewegen zu können. Maximales Gewicht bedeutet im Umkehrschluss auch maximaler Muskelaufbau.

Daher gehend solltest du insbesondere als Gewichtheber und Bodybuilder darauf achten, volle Glykogenspeicher zu haben.

 

Weil Traubenzucker also ganz offensichtlich wichtige Aufgaben übernimmt, hat sich der Organismus nicht darauf verlassen, immer genügend Nachschub über die Ernährung zu erhalten. Er kann sich den dringend benötigten Brennstoff aus zuvor angelegten Depots (Glykogen) besorgen. Ist die Kalorienbilanz über längere Zeit negativ werden in größerem Umfang Muskeln abgebaut, um daraus Traubenzucker zu gewinnen. Somit dienen die Muskeln als indirekter Zuckerspender für andere Organe. Nach einigen Tagen bis Wochen ohne Kohlenhydrate in der Ernährung gewöhnt sich der Mensch allerdings an die neue Stoffwechselsituation. Der Zuckerneubildungsprozess läuft dann effektiver ab und es müssen weniger Muskeln abgebaut werden.

 

Was schließen wir daraus?

Aus der zuvor genannten Situation schließen wir nun, dass Kohlenhydrate für den Gewichtheber eine übergeordnete Rolle spielen, da sie in ausreichender Menge einerseits vor Muskelabbau schützen und andererseits auch eine Kraftsteigerung hervorrufen können, was im Wettkampf und im Training nur positiv sein kann.

Kohlenhydrate und der Gewichtheber

Die Bedeutung des Wassers für die Muskeln

Bekanntermaßen besitzt der Mensch einen ausgesprochen hohen Wasseranteil, der größtenteils den Muskeln zuzuschreiben ist. Dieser macht geschlechts-, alters, ernährungs- und vom Trainingszustand abhängig bis zu 70% der Körpermasse aus. Im Alter ist mit einer sichtbaren Abnahme dieses Gewichtsanteils auf 50 bis 55% zu rechnen.

Wasser und Muskeln

Für den Bodybuilder, Gewichtheber oder Kraftsportler ist besonders der hohe Flüssigkeitsanteil in den Muskeln interessant. Diese bestehen zu über 70% aus Wasser. Erfahrene Athleten haben entsprechend ihrer großen Muskelmasse einen höheren Körperwasseranteil als Nichtsportler oder Trainingsanfänger, Männer außerdem einen vergleichsweise höheren als Frauen.

Der hohe Flüssigkeitsgehalt der Muskeln ist für Gewichtheber und Bodybuilder deshalb interessant, weil er sich innerhalb kurzer Zeit verändern lässt. Beispielsweise kann über Kohlenhydrate oder Creatin ein sichtbarer ,,Muskelaufbau’’ erzielt werden. Diesen Umstand nutzen spezielle Nahrungsergänzungen, sog. Zellbooster, im Sinne eines künstlichen Muskelaufbaus der Arbeitsmuskeln aus.

Eine Studie, die den Effekt von Creatin überprüfte, kam zu folgenden Ergebnissen: Im Vergleich zu einer Trainingsgruppe mit reinem Kohlenhydratgetränk, konnten Gewichtheber mit Creatin nach zehn Wochen Testdauer tatsächlich eine größere Zunahme an fettfreier Muskelmasse verzeichnen. Die Fettmasse beider Testgruppen reduzierte sich im gleichen Verhältnis wie die Masse der Muskeln anstieg – das Körpergewicht blieb folglich unverändert. Die Kraft blieb ebenfalls gleich.

Es sei angemerkt, dass der eingesetzte Zellbooster eine sehr niedrige Creatindosierung aufwies. Vielleicht zeigte er deshalb gegenüber dem Kohlenhydratgetränk keine klare Überlegenheit.

Für diese Überlegung spricht, dass ein gut angelegtes und an Freizeitbodybuildern durchgeführtes Experiment bereits nach elf Wochen eine nachhaltige Wirkung creatinhaltiger Zellbooster auf Muskelmasse, Muskeleiweißbildung und Kraftaufbau belegen konnte.


Fazit

Wasser ist der Hauptbestandteil der Muskeln und beeinflusst u.a. auch deren Volumen und somit die Massivität eines Gewichthebers, Bodybuilders oder Kraftsportlers.

Die Bedeutung des Wassers für die Muskeln